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Aspergillus
flavus kann Infektionen des Auges und der Ohren hervorrufen.
Über Infektionen von Lunge, Herz und der Blase ist in einigen Fällen
berichtet worden. Weiterhin sollte vorsorglich mit einer möglichen
Gesundheitsgefährdung durch Aflatoxine gerechnet werden, auch wenn
entsprechende Erkenntnisse zu Dosis-Wirkungs-Beziehungen derzeit
noch nicht vorliegen.
Aspergillus fumigatus kann beim Menschen und Haustieren
sytemische Mykosen verursachen. Beim Menschen werden Infektionen
wiederholt bei immunsupprimierten Personen (Krebstherapie, Steroidbehandlung,
Diabetes, HIV-Patienten) beobachtet. Von Asthma und Rhinitis (Typ
I Allergie), verursacht durch Aspergillus fumigatus, wird berichtet.
Weiterhin produziert die Spezies ein breites Spektrum an spezifischen
Metaboliten. Als Verbindungen mit antibiotischer Wirkung sind Gliotoxin,
Spinulosin, Fumigatin etc. nachgewiesen worden. Fumigaclavine, Festuclavine,
Chanoclavine, Spingofungine, Fumitremorgine, Verrucologen, Tryptoquivaline
und Fumitoxine werden ebenfalls häufig produziert. Die meisten davon
sind toxisch, können bei Hühnern tödlich wirken, verursachen Tremor
bei einigen Tieren oder zeigen hämolytische Wirkung (Zerstörung
der roten Blutkörper).
Aspergillus niger gilt als opportunistischer Mykoseerreger,
der bei stark immunsupprimierten Personen Infektionen hervorrufen
kann. Weiterhin ist bekannt, daß Aspergillus niger Mykosen des äußeren
Gehörgangs bei Mittelohrentzündungen (Otitis media) verursachen
kann.
Bei Aspergillus ochraceus sollte
mit einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch Mykotoxine gerechnet
werden, auch wenn es derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse
darüber gibt, ob die Toxine inhalativ aufgenommen werden. Für das
potentiell gebildete Mykotoxin Ochratoxin wird in der Literatur
der Fall eines Landwirtes beschrieben, bei dem nach Arbeiten in
einem Silo nach Exposition gegenüber Ochratoxin ein akutes Nierenversagen
auftrat (DIPAOLO et al. 1994).
Bei immunsupprimierten Patienten tritt in seltenen Fällen Aspergillus
ustus als Erreger lokaler und systemischer Mykosen auf.
Diese Spezies besitzt, wie auch andere Aspergillus-Arten, eine ausgeprägte
genetische Heterogenität.
Aspergillus versicolor ist in Hinblick auf eine mögliche
Bildung von Mykotoxinen als potentiell gesundheitsgefährdend einzustufen.
Hierbei ist in erster Linie das Sterigmatocystin zu nennen, das
in der Literatur als giftig und karzinogen beschrieben wird. Insbesondere
Schädigungen der Leber werden erwähnt. Weitere wichtige Metaboliten
sind Averufin, Cyclopenin, Cyclopenol und Versicolorin, die eine
starke antibakterielle Wirkung haben und auch gegen einige Pilze
wirksam sind. Da es sich um einen potentiell toxinbildenden Stamm
handelt, ist von einer Aufnahme der Toxine beim Einatmen der Sporen
oder durch Hautkontakt in den Körper vorsorglich auszugehen. Ein
Nachweis der Toxine ist derzeit routinemäßig noch nicht möglich.
Cladosporium ist eine Pilzgattung, die sehr häufig und
bevorzugt im Außenbereich (z.B. Wald und in Gärten) vorkommt, da
sie gerne auf verfaulten Pflanzen bzw. auf Laub wächst und an Verrottungsprozessen
beteiligt ist. Cladosporium spp. kann allergische Reaktionen wie
z. B. Fließschnupfen, Husten, Niesanfälle, Nesselfieber oder Asthma
auslösen (Schimmelpilzallergie).
Von Paecilomyces variotii wird
berichtet dass diese Spezies allergische Alveolitis und das Befeuchterfieber
hervorrufen kann. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass bei Tieren
wie Hunden oder Rindern Mykosen hervorgerufen werden. Beim Menschen
konnte Paecilomyces variotii bei Herzentzündungen und im Tränensack
nachgewiesen werden. Als ein opportunistischer Krankheitserreger
sollte diese Spezies unter gesundheitsvorsorglichen Gründen mit
Vorsicht behandelt werden.
Stachybotrys chartarum ist in Hinblick
auf eine mögliche Bildung von Mykotoxinen als potentiell gesundheitsgefährdend
einzustufen. Wichtige Metabolite sind hierbei Satratoxin F, G und
H, Verrucarin J und Roridin E, die zur Substanzklasse der Trichothecene
zu zählen sind. Die Trichothecene sind cytotoxische Substanzen,
die die ribosomale Proteinbiosynthese hemmen. Da es sich um einen
potentiell toxinbildenden Stamm handelt, ist von einer Aufnahme
der Toxine beim Einatmen der Sporen oder durch Hautkontakt in den
Körper vorsorglich auszugehen. Ein Nachweis der Toxine ist derzeit
routinemäßig allerdings noch nicht möglich. Die hohe cytotoxische
Potenz zeigt sich in starken Schleimhautirritationen nach oraler
Aufnahme mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und blutigen Durchfällen.
Stachybotrys chartarum steht stark im Verdacht ein Pilz mit einem
hohen gesundheitsgefährdenden Potential zu sein. So sind beispielsweise
in Cleveland / Ohio bei einem Befall eines Gebäudes mit Stachybotrys
chartarum in 37 Fällen bei Kindern Lungenblutungen beobachtet worden,
von denen zwölf verstarben. Häufig traten auch andere Symptome wie
z.B. Nasenbluten auf. Verantwortlich hierfür sind die sehr potenten
Mykotoxine, die S. chartarum produziert. Diese führen bei Kindern
beim Einatmen dazu, daß die Blutgefäße in der Lunge brüchig werden.
Desweiteren können die Mykotoxine immunsuppressive Reaktionen und
Behinderungen bei der Proteinbiosynthese oder der RNA- und DNA-Synthese
hervorrufen.
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